Rauchwarnmelder

Die grösste Gefahr für Menschen geht nicht vom Feuer selbst aus, sondern vom Rauch. Innerhalb von Minuten sind die Räume rauchgefüllt. Wenige Atemzüge führen schon zur Bewusstlosigkeit. Der Rauchwarnmelder kann Schlafende rechtzeitig wecken, Leben retten sowie grosse Sachschäden verhindern. Wir empfehlen daher in jeder Wohnung, Brandmelder zu installieren. In unserem Ratgeber beschränken wir uns auf batteriebetriebene optische Rauchwarnmelder, wie sie in den meisten Haushalten eingesetzt werden.

Rauchwarnmelder sind zentral, um Brände frühzeitig zu erkennen
Top 3 BFB-Tipps
  • Installieren Sie Rauchwarnmelder zentral in der Wohnung und in allen Schlafzimmern.
  • Kaufen Sie qualitativ gute Rauchwarnmelder aus dem Fachhandel.
  • Prüfen Sie die Rauchwarnmelder regelmässig.

Wie Rauchwarnmelder funktionieren.

Die Mehrheit der erhältlichen Haushalt-Rauchwarnmelder arbeitet nach dem fotoelektrischen Prinzip. Bei diesen optischen Rauchwarnmeldern wird in einer Messkammer ein Lichtstrahl ausgesendet. Befinden sich Rauchpartikel in der Kammer, wird der Lichtstrahl abgelenkt und trifft auf eine Fotolinse, welche sofort Alarm auslöst.

Der Schutz des Rauchwarnmelders beginnt schon beim Entstehen eines Brandes. Kippt beispielsweise eine Kerze um, reicht bereits eine kleine Menge Rauch, um den Alarm zu aktivieren. Mit einem schrillen Alarmsignal wird auf die Gefahr hingewiesen. Dann gilt es, rasch zu handeln.

Darum braucht es Rauchwarnmelder.

  • 90 % aller Opfer von Bränden sterben an einer Rauchvergiftung
  • Ein Drittel der Brände geschehen in der Nacht und fordern 70 % der Opfer
  • Brände in Privathaushalten fordern die meisten Todesopfer
  • Bereits wenige Atemzüge mit Rauchgasen können tödlich sein
  • Im Schlaf wird der Rauch gar nicht oder viel zu spät wahrgenommen

In der Schweiz besteht keine Installationspflicht für Rauchwarnmelder. Die BFB empfiehlt jedoch, Rauchwarnmelder bei sich zuhause zu installieren.

Achten Sie auf die Qualität der Rauchwarnmelder

In der Schweiz dürfen nur nach der Gerätenorm DIN EN 14604 zertifizierte Rauchwarnmelder auf den Markt gebraucht werden. Achten Sie darauf, dass das Gerät mit dem Hinweis «EN 14604» gekennzeichnet ist. Der Rauchwarnmelder sollte mindestens über einen Testknopf zur manuellen Prüfung des Alarms, über eine optische Kontrollanzeige (blinkendes Licht) sowie über einen Signalton verfügen, der auf den fälligen Batteriewechsel hinweist.

Rauchwarnmelder können schon sehr günstig im Handel erworben werden. Kostengünstige Modelle verfügen jedoch über eine weniger gute Sensorik, haben eine kürzere Lebensdauer, und die mitgelieferte Batterie hält oft weniger lang. Qualitativ gute Rauchwarnmelder aus dem Fachhandel verfügen über eine bessere Sensorik, sind langlebiger und arbeiten zuverlässiger. Auch weil sie einen besseren Schutz gegen das Eindringen von Schmutz, Staub und Insekten aufweisen, was zu weniger Fehlalarmen führt.

Wo montieren Sie die Rauchwarnmelder?

  • Einfach aber wichtig: Lesen Sie vor der Montage immer die Gebrauchsanleitung durch.
  • Installieren Sie die Rauchwarnmelder an einer zentralen Stelle der Wohnung/des Hauses wie z.B. im Flur sowie in jedem Raum, in dem Menschen schlafen. Ideale Standorte sind Schlafzimmer, Räume mit elektrischen Geräten, Heizungsräume und Treppenhäuser.
  • Die maximale überwachte Fläche je Melder sollte nicht grösser als 60 Quadratmeter betragen.
  • Montieren Sie die Geräte immer an der Zimmerdecke, weil der Rauch stets steigt. Verwenden Sie dafür die der Verpackung beigelegten Schrauben, Dübel oder Klebeband.
  • Platzieren Sie die Melder zentral in der Mitte des Raums an der Decke
  • Halten Sie mindestens 50 cm Abstand zu den Wänden, Balken, Lampen, Ventilatoren und weiteren Gegenständen.
  • Halten Sie Abstand zu Luftschächten oder Orten, wo es starke Zugluft gibt.
  • In Dachräumen gelten bei einer Dachschräge bis zu 20 Grad Neigung dieselben Regeln wie bei flachen Decken. Weist die Decke eine Neigung von mehr als 20 Grad auf, müssen die Melder mindestens 50 cm, maximal 1 Meter Distanz zur Dachspitze aufweisen. In diesen Fällen könnten Luftpolster den Aufstieg des Rauches bis zur Dachspitze behindern. Haben Sie eine Dachschräge mit einem waagerechten Mittelteil von mindestens 1 Meter Breite, können Sie das Gerät genau dort montieren.
  • In Räumen, mit erhöhter Feuchtigkeit oder Staub, sind die optischen Rauchwarnmelder nicht geeignet, da sie Fehlalarme produzieren können. Davon betroffen sind Küche, Bad, Garage, Waschraum oder Keller. Möchten Sie auch solche Räume schützen, eignen sich dafür thermooptische Brandmelder. Diese reagieren nicht auf Rauch, sondern auf Hitze. Bei schnellem Temperaturanstieg oder wenn es überdurchschnittlich heiss wird, schlagen sie Alarm. Diese thermooptischen Brandmelder eignen sich jedoch nicht für die übrigen Räume.
  • Bei Räumen in L-Form, welche grösser als 60 Quadratmeter sind, benötigen Sie einen Melder auf jeder Seite.
  • Grosse Räume, die durch Teilwände oder grosse Möbel unterbrochen sind, benötigen pro Teilbereich einen Rauchmelder.
  • Haben Sie eine offene Verbindung über mehrere Etagen, platzieren Sie mindestens einen Melder auf der oberen Ebene.
  • Rauchwarnmelder mit Funkvernetzung eignen sich, falls Sie den Alarm eines Brandmelders in anderen Räumen nicht mehr hören. Der alarmgebende Melder aktiviert dann den Alarm auf den übrigen im Haus installierten Geräten. 
  • Die Melder dürfen nicht überstrichen werden.
  • Montieren Sie die Melder nie unter Putz oder in Decken drin.
  • In Räumen unter 0°C oder über 40°C sollten Sie keine Melder montieren.

Prüfen Sie die Rauchwarnmelder regelmässig

In der Bedienungsanleitung finden Sie die genauen Informationen, wie Sie das Produkt prüfen. Wir empfehlen Ihnen die Funktionsprüfung monatlich vorzunehmen.

  • Bei den meisten Rauchwarnmeldern können Sie für die Prüfung des Alarms einfach den Testknopf drücken. Ertönt der Alarm, ist Ihr Rauchwarnmelder funktionstüchtig. Bleibt die Sirene aus, ist die Funktion gestört. Tauschen Sie die Batterie aus. Falls dies nicht hilft, müssen Sie das Gerät rasch austauschen oder reparieren lassen.
  • Prüfen Sie zudem, ob die optische Anzeige funktioniert, ob alle Raucheintrittsöffnungen frei sind und ob Beschädigungen des Geräts sichtbar sind.
  • Entfernen Sie die Staubpartikel an und in den Geräten mittels Staubsauger.  
  • Wechseln Sie die Batterien aus, wenn der Melder einen regelmässigen Signalton abgibt. Das Gerät sollte noch 30 Tage funktionsfähig sein.
  • Die Rauchwarnmelder für Haushalte verfügen meist über eine Batterie. Neigt sie sich zu Ende, signalisiert dies der Melder mit einem regelmässigen Signalton. Wechseln Sie in diesem Fall die Batterie aus. Bei Rauchwarnmeldern mit fest installierter Batterie müssen sie das ganze Gerät austauschen.
  • Tauschen Sie alle 10 Jahre die Rauchwarnmelder aus.
  • Kontrollieren Sie regelmässig, ob Rauchwarnmelder überall dort installiert sind, wo Menschen schlafen (Schlafzimmer, Kinderzimmer, Gästezimmer).

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