Kinder und die Faszination des Feuers

Kinder kennen keine Brandgefahren. Im Gegenteil, sie lieben das Spiel mit dem Feuer. Immer wieder entstehen Brände, weil Kinder aus Unkenntnis und Unvorsichtigkeit mit Zündhölzern, Kerzen, Feuerzeugen oder Feuerwerkartikel spielen. Leider gehören auch immer wieder Kinder zu den Opfern von Bränden. Es liegt an uns allen, den Kindern zu zeigen, wie gefährlich Feuer sein kann und wie man korrekt mit Brandgefahren umgeht.

Kinder müssen den Umgang mt den Feuer lernen.
Top 3 Brandverhütungs-Tipps
  • Zeigen Sie schon kleinen Kindern die Gefahr des Feuers auf.
  • Erklären ist besser als verbieten.
  • Seien Sie ein Vorbild.

Den Umgang mit Feuer lernen

Die spontane Art von Kindern und ihre Begeisterungsfähigkeit ist faszinierend. In gewissen Situationen müssen wir den Kleinen aber Grenzen setzen. Zum Beispiel, wenn es gefährlich wird. Kinder können die Gefahren von Feuer noch nicht einschätzen. Dazu fehlt Ihnen die Erfahrung. Daher müssen sie den sicheren und verantwortungsvollen Umgang mit dem Feuer erst lernen. Lasst uns den Kindern dabei helfen!

Beobachten und spüren
Nehmen Sie sich Zeit, den Kindern den richtigen Umgang mit Feuer zu zeigen. Fangen Sie damit schon bei kleinen Kindern an. Lassen Sie das Kind mit dem Finger spüren, dass Feuer Hitze erzeugt. Ideal dazu ist eine Kerze. Das Kind soll einen Finger mal nahe an die Flamme halten und deren Hitze spüren. Danach können sie zusammen beobachten, was mit der Flamme passiert, wenn sie die Kerze ausblasen. Auch den Umgang mit Streichhölzern können Sie mit dem Kind üben. Besonders in der Adventszeit sollten Sie den Kleinen die Brandgefahren aufzeigen. Zum Beispiel, dass Strohsterne, Tannäste, Krippenfiguren oder Lametta nicht in die Nähe des Feuers gehören.

Erklären und erleben statt verbieten
Oft erreicht man bei Kindern mit einem Verbot genau das Gegenteil. Denn was verboten ist, weckt die Neugierde. Die Kinder schauen dann heimlich, was man mit einem Streichholz alles machen kann. Daher ist es von zentraler Bedeutung, dass die Kinder den sicheren Umgang mit dem Feuer üben können. Denn Kind muss die Kraft des Feuers erleben und verstehen können.

Schaffen Sie keine Gelegenheiten

Kinder legen die Brände in den meisten Fällen nicht mutwillig. Vielmehr sind sie sich oft den Konsequenzen nicht bewusst. Ein kleineres Kind kann nicht abschätzen, dass ein brennendes Stück Papier heiss werden, herunterfallen und den Teppich, den Vorhang oder Kleider in Brand setzen kann. Das Gefahrenbewusstsein muss sich im Kindesalter erst entwickeln.

Umso wichtiger ist, dass Sie keine Gelegenheiten schaffen, welche das Kind zum Zeuseln verleiten kann. Bewahren Sie daher alle Streichhölzer und Feuerzeuge ausser Reichweite von Kindern auf. Installieren Sie zudem Rauchmelder - vor allem auch im Kinderzimmer.

Wenn Kinder Brände verursachen

Immer wieder kommt es zu Bränden, verursacht durch Kinder. Nach einem Unglück türmen sich rasch viele Fragen auf: Haftet mein Kind? Ist es schon urteilsfähig? Sind wir als Eltern auch haftbar? Und zu guter Letzt: Wer bezahlt den Schaden? Anhand zweier konkreter Beispiele zeigen wir auf, welche Konsequenzen ein solcher Brand haben kann.

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Weitere Tipps der BFB

  • Stabfeuerzeuge sind bei Kindern sicherer als reguläre Feuerzeuge.
  • Halten Sie feuergefährliche Sachen (z.B. Bügeleisen, Fondue Rechaud etc.) von kleinen Kindern fern.
  • Lassen Sie kleine Kinder nie alleine in der Küche zurück.
  • Denken Sie daran, dass Kinder vor allem in Gruppen unberechenbar handeln.
  • Zeigen Sie dem Kind die Fluchtwege auf, damit es im Ernstfall rasch und richtig reagiert.
  • Brennbare Flüssigkeiten gehören niemals in Kinderhände.
  • Seien Sie den Kindern im Umgang mit dem Feuer ein Vorbild.

So zündet ihr Kind ein Streichholz richtig an

  • Die Streichholzschachtel hochkant halten.
  • Das Streichholz wird möglichst weit unten gut fassen.
  • Das Streichholz über die Zündfläche ziehen. Dabei erfolgt die Bewegung immer vom Körper weg.
  • Das brennende Streichholz senkrecht nach oben halten.
  • Bei der Kerze das Streichholz kurz waagerecht halten, bis der Docht Feuer fängt. Danach das Streichholz wieder senkrecht halten.
  • Jetzt noch das Streichholz ausblasen und danach in ein Wasserglas stecken, damit auch die letzte Glut erlischt.

Achten Sie darauf, dass beim Gebrauch von Streichholz und Feuerzeug die Haare zusammengebunden sind und die Kinder nicht zu weite Pullis oder Blusen tragen.

Besprechen Sie den Notfall

Wenn's brennt, muss es schnell gehen. Besprechen Sie daher mit Ihrem Kind, wie es bei im Notfall vorgehen soll. Am besten üben Sie es gleich mal zusammen ein. Das will die Feuerwehr (118) bei einem Anruf wissen:

  • Wer ruft an?
  • Wo brennt es?
  • Was ist passiert?
  • Sind Personen und Tiere in Gefahr? Wie viele?

Wichtig ist, dass sich Ihr Kind selbst nicht in Gefahr bringt. Mehr Infos dazu finden Sie unter:

Das richtige Verhalten bei Bränden

Brandverhütung in Schulen

Feuer fasziniert - vor allem Kinder und Jugendliche. Entsprechend wichtig ist es, dass sie die Gefahren richtig einschätzen und damit Brände verhindern. Unser Partnerin in St. Gallen, die Gebäudeversicherung des Kantons St. Gallen (GVA)  hat dazu eine Website mit unterschiedlichen Lerneinheiten auf Stufe Primarschule erstellt.

Brandverhütung mit Fuego als fixfertige online Lektion
Die Vorbereitung und Lektionengestaltung des Themas Brandprävention ist denkbar einfach: Bildmaterial, Filme und Diskussionsfragen lassen sich direkt im Unterricht aufrufen und projizieren. Die dazu passenden Arbeitsblätter lassen sich herunterladen und ausdrucken. So lernen die Kinder spielerisch, Brandgefahren zu erkennen und einzuschätzen. Dies ist alles kostenfrei und ohne Registrierung möglich.

Zur Website braende-verhindern.ch

Hintergründe zu Fuego in unserem Blog

 

Was tun, wenn's brennt?

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Tel: 118 Feuerwehr
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