Cheminée und Schwedenofen

Wenn es draussen regnet, kalt wird und schneit, freuen sich viele von uns auf ein knisterndes Feuer im Cheminée oder Schwedenofen. Es verbreitet nicht nur Wärme, sondern auch eine gemütliche, heimelige Stimmung. Mit unseren Tipps sorgen Sie dafür, dass das Feuer in Ihrer Wohnung nicht nur gemütlich, sondern auch sicher ist.

Cheminée und Schwedenofen
Top 3 BFB-Tipps
  • Brennbares mind. 1 Meter entfernen.
  • Asche 2 Tage auskühlen lassen, bevor Sie diese entsorgen.
  • Cheminée/Schwedenofen vom Kaminfeger warten lassen.

Achtung Funkenwurf

Die Gefahr für Wohnungs- und Hausbrände steigt in den Herbst- und Wintermonaten. Die Brandursache liegt dabei oftmals im Funkenwurf von Cheminées. Insbesondere leicht brennbare Materialien in der Nähe des Feuers werden durch Funken entzündet. Wohnungsbrände können Sie verhindern, indem Sie die Schutztüren oder Metallvorhänge der Holzöfen schliessen. Bei offenen Cheminées empfehlen wir, nachträglich Schutzvorrichtungen anzubringen.

Mit Abstand am besten.

Oft lösen sich Funken vom Cheminée. Daher müssen leicht entzündliche Materialien wie Zeitschriften, Möbel, Kissen, Vorhänge oder Teppiche mindestens 1 Meter vom offenen Feuer entfernt sein. Entfernen Sie auch die Deko auf dem Cheminée und Schwedenofen.

Asche 48 Stunden abkühlen lassen.

Leeren Sie nie die vermeintlich abgekühlte Asche in Plastikeimer, Kehrichtsäcke, Kartonschachteln. Reinigen Sie das Cheminée oder den Schwedenofen keinesfalls mit dem normalen Staubsauger. Die Asche braucht mindestens 48 Stunden zum Ausglühen. Sie muss in einem feuerfesten Behälter mit Deckel auf einem nicht brennbaren Untergrund im Freien abkühlen, bevor sie entsorgt werden kann. Asche im Wald zu entsorgen ist verboten und als Dünger ist sie nicht geeignet.

Vollständig ausgekühlte Holzasche von Cheminées, kann über die Kehrichtabfuhr entsorgt werden. Um Staubbildung zu vermeiden und damit die Mitarbeitenden der Sammeldienste zu schützen, füllen Sie bitte die Asche in den offiziellen Abfallsack und verschliessen diesen gut. Bei Bränden, bedingt durch unsachgemässe Entsorgung der Asche, kann die Versicherung infolge grober Fahrlässigkeit die Leistungen kürzen. Da kann ein Brand für Sie rasch sehr teuer werden. Hier finden Sie mehr Informationen zur Asche und deren Entsorgung.

BFB-Tipps im Detail

  • Machen Sie offene Cheminées mittels Metallvorhang oder einer Glastür sicherer und verhindern Sie damit Funkenwürfe.
  • Lassen Sie Asche mindestens 48 Stunden in einem nichtbrennbaren Behälter mit Deckel auskühlen, bevor Sie diese entsorgen. Siehe Infos zu Asche.
  • Holz, keine Abfälle. Verbrennen Sie unbehandeltes, richtig trockenes Holz, welches mindestens 24 Monate gelagert wurde. Kleine Papierschnitzel zum Anzünden des Feuers sind ok. Karton, Zeitungen, Abfall und behandeltes Holz gehören aber in den Müll, nicht in den Ofen. Sie zu verbrennen ist kann zu gefährlichen Dämpfen und Kaminbränden führen.
  • Lassen Sie Cheminées, Schwedenofen sowie die Verbindungsrohre und Abgasanlage regelmässig vom Kaminfeger kontrollieren und reinigen.
  • Nasse Wäsche gehört nicht auf den Ofen zum Trocknen. Sie könnte, wenn trocken, brennen.
  • Hände weg von flüssigen Brandbeschleuniger. Ein gutes Feuer braucht Zeit. Verwenden Sie nie Brennspiritus, Bioethanol Benzin oder andere flüssige Anzündhilfen für Ihr Cheminée oder Schwedenofen. Dies kann zu explosionsartigen Bränden und schlimmen Verletzungen führen.    
  • Lassen Sie Ihre Kinder nie unbeaufsichtigt in einem Raum mit brennenden Cheminée oder Schwedenofen.
  • Feuerlöscher griffbereit? Kaufen Sie einen Feuerlöscher und platzieren Sie diesen gut erreichbar für Notfälle.
  • Installation durch den Profi. Jedes Cheminée und jeder Schwedenofen braucht eine Bewilligung und muss die Vorgaben der Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen (VKF) erfüllen. Es ist daher dringend empfohlen, die Installation durch ein professionelles Fachunternehmen vornehmen zu lassen.   


Wie Sie Ihre Feuerungsanlage möglichst effizient und ohne Rauch anfeuern, erfahren Sie in den Tipps des Vereins Holzenergie Schweiz.

Die Gefahr von Kaminbränden

Die Hauptursache von Kaminbränden liegt oftmals in der falschen Bedienung der Feuerungsanlage. Beispielsweise kann bei Gebrauch von zu feuchtem Holz ein Glanzruss (Schmierruss) im Rauchrohr oder Schornstein entstehen, welcher sich entzünden kann. Brennt ein Kamin, besteht akute Gefahr für Personen und das ganze Gebäude. Zudem strömen giftige Gase in die Zimmer und aus dem Rauchfang schlagen Flammen.

  • Beim Einbau eines Cheminées oder Kauf des eines Ofens müssen Sie zusammen mit dem Ofenbauer, Abgasanlagenbauer, Kaminfeger sicherstellen, dass Kaminquerschnitt und Heizleistung korrekt aufeinander angepasst sind.
  • Wichtig ist, dass Sie nicht zu feuchte oder nicht geeignete Brennstoffe wie Abfall verbrennen.
  • Das Feuer braucht ausreichend Zuluft: Wird diese nach dem Anfeuern zu rasch abgeschnitten, kann das Holz nicht brennen und schwelt nur. Dadurch kommt es zu Russbildung. Ist die Sichtscheibe Ihres Cheminées oder Ofens schwarz beschlagen, ist dies ein deutliches Warnsignal.

Was tun, wenn's brennt?

Alarmieren

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